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Bunny
Quartalstrinker

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| 11.03.2008 22:30 |
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Oweh oweh
12.03.2008 Hopfen wird knapp Kulmbach: Für drei Tage ist Kulmbach Schauplatz der nationalen und internationalen Brauerszene. In der Dr.-Stammberger-Halle diskutieren seit Montag mehr als 400 Experten aus dem In- und Ausland aktuelle Entwicklungen der Bierbranche.
Veranstalter des Fachkongresses ist die Versuchs- und Lehranstalt für Brauerei in Berlin (VLB) mit Unterstützung der Kulmbacher Brauerei, der Ireks und anderer örtlicher Unternehmen der Branche. Die Traditionsveranstaltung ist erstmals in der „heimlichen Hauptstadt des Bieres“ zu Gast. Schwerpunkt der Referate sind heuer die Themen Rohstoffsituation, Energie sowie neueste Entwicklungen im Bereich der Technologie.
Hohe Preise und Rohstoffknappheit sind es vor allem, die die Brauer aktuell beschäftigen. „Es gibt in Deutschland bereits Unternehmen, die nicht wissen, wo sie ihren Hopfen herbekommen sollen“, so Technikvorstand Stephan Gimpel-Henning von der Kulmbacher Brauerei. Vor allem die starke internationale Nachfrage zum Beispiel aus Asien sorge dafür, dass die Lage auf den Rohstoffmärkten derzeit sehr angespannt sei. Die Hopfenernte für dieses und das nächste Jahr ist nach Gimpel-Hennings Einschätzung jetzt bereits verkauft. Die Kulmbacher Brauerei schließe derzeit Verträge ab, die bis ins Jahr 2018 reichen, zu Preisen, die bis zu 20-mal höher lägen als noch vor einigen Jahren.
Andererseits sorge auch der Staat zum Teil dafür, dass wertvolle Anbauflächen für Hopfen und Gerste verloren gegangen sind. Viele Landwirte hätten zum Beispiel mit Subventionen auf Mais umgestellt. Die Brauereien hoffen jetzt, dass die aktuelle Preisentwicklung diesen Trend wieder umkehrt.
Mit ihrer anwendungsorientierten Forschung bietet die VLB den Unternehmen der Braubranche und ihren Zulieferern vielfältige Unterstützung zur Sicherung von Qualität und Effizienz. Das Programm des Fachkongresses ist daher gespickt mit Vorträgen rund um Energiemanagement, Kosteneinsparungen, Innovationen in der Abfüll- und Prozesstechnik und Laboranalytik.
Die VLB ist eine der drei großen Ausbildungsstätten für Brauer in Deutschland. Dem vor 125 Jahren gegründeten Verein gehören zirka 350 Mitglieder aus dem In- und Ausland an. Die VLB arbeitet eng mit der Technischen Universität Berlin zusammen und betreibt acht Forschungsinstitute, in denen alle für die Branche wichtigen Felder bearbeitet werden. gem
http://www.nordbayerischer-kurier.de
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Bunny
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| 08.09.2008 23:56 |
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„Die Biervielfalt ist in Gefahr“ Brauer: Steuererhöhungen und Werbeverbote sind für kleine Brauerein nicht zu verkraften Bild Die Pläne der Bundesregierung zur Verringerung des Alkoholkonsums bedeuten nach Ansicht des Verbandes Privater Brauereien das Ende der Biervielfalt in Bayern.
von Manfred Präcklein, dpa
„Eine Senkung der Promillegrenze, Steuererhöhungen, Werbeverbote und Restriktionen beim Verkauf von Bier können nur die Großbrauereien wegstecken“, so Verbandspräsident Gerhard Ilgenfritz. Kleinbrauereien, kleine Abholmärkte, die Landgastronomie und viele Vereine auf dem Land seien dagegen in ihrer Existenz bedroht, sagte Ilgenfritz zum Start der Kampagne „Freiheit ist unser Bier“.
„Wir unterstützen den Kampf gegen Alkoholmissbrauch“, betonte Ilgenfritz. Die Vorstellungen des Drogen- und Suchtrates der Bundesregierung, den Konsum von Bier, Wein und Spirituosen um 20 Prozent zu senken, seien aber gleichbedeutend mit einer Entmündigung und Kriminalisierung aller vernünftigen Bürger. Der Verbandschef verwies darauf, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Bier seit der Wiedervereinigung bereits um mehr als 20 Prozent gesunken sei. „87 Prozent aller Bürgerinnen und Bürger haben keinerlei Probleme im Umgang mit Alkohol“, zitierte Ilgenfritz die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen.
Alkoholexzesse insbesondere von Jugendlichen dürfen nach Auffassung des Verbandes nicht generalisiert werden. Auch die Masse der Gastwirte halte sich an die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes. „Die “schwarzen Schafe„, die meinen, mit Zwölfjährigen Geschäfte machen zu müssen, tun uns weh“, betonte Ilgenfritz. Durch das angedachte Verbot von Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit werde das Problem des „Koma-Saufens“ in den privaten Bereich verlagert. „Dann ist das überhaupt nicht mehr kontrollierbar.“
Auch die geplante Absenkung der Promillegrenze geht laut Ilgenfritz an der Realität vorbei. Der Faktor Alkohol als Unfallursache sei in den letzten zehn Jahren um 37 Prozent zurückgegangen. Bei mehr als 75 Prozent der alkoholisierten Unfallbeteiligten sei ein Promillewert von über 1,1 festgestellt worden, sagte der Sprecher der mehr als 600 kleinen und mittleren Brauereien im Freistaat. „Diese Vergehen sind bereits heute rechtswidrig.“ Eine Senkung der Promillegrenze auf 0,2 oder ein generelles Alkoholverbot im Verkehr habe zur Folge, dass ein Autofahrer in einem Lokal nicht einmal mehr ein Bier zum Essen trinken könne. „Das ist der Tod unserer Landgastronomie“, erklärte Ilgenfritz. Damit gehe auch die Lebensqualität und das Vereinsleben auf dem Lande zurück.
Mit der Kampagne „Freiheit ist unser Bier“ wenden sich die Brauer auch gegen das geplante Verbot für Brauereien, Sport- und Jugendvereine zu unterstützen. „Kämpfen Sie mit uns gemeinsam gegen die Bevormundung des Verbrauchers und gegen die Reglementierung des Biertrinkens“, appellierte Ilgenfritz an die verantwortungsbewussten Freunde des Gerstensaftes.
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